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Erziehung und Ernährung

Zum Thema Erziehung ein Beitrag von Ulrike Lahme
E-Mail: info@tierischmenschlich.info

Foto © Studio Ulla Bergob
Ulrike Lahme mit Podenca Mata - Foto © Studio Ulla Bergob

Sie haben gerade einen Hund aus dem Süden in Ihrer Familie aufgenommen oder wird er in einigen Tagen Ihre Familie bereichern?

Bitte haben Sie viel Geduld und Verständnis für Ihr neues Familienmitglied. 

Um ihm die ersten Tage in seinem neuen Zuhause so angenehm wie möglich zu machen wäre es schön, wenn Sie ihn so behutsam wie möglich an alle neuen Dinge gewöhnen würden. Bitte beachten Sie dabei folgendes

  1. Wenn ihr Hund ankommt lassen Sie ihn in Ruhe durch alle Räume gehen. Hunde erforschen ihr neues Terrain durch schnüffeln, also geben Sie ihm Zeit dafür.

  2. Gehen Sie mit ihm alle 2 Stunden vor die Tür, damit er sich lösen kann. Denn viele der Hunde sind nicht stubenrein. Loben Sie ihn ausgiebig, wenn er sich am gewünschten Ort gelöst hat und geben ihm ein Leckerchen.

  3. Zeigen Sie ihm seinen Schlafplatz und werfen ein paar besondere Leckerchen auf die Decke oder in den Korb. Besondere Leckerchen können sein Fleischwurst, Käse oder gekochtes Hühnchen oder Putenfleisch sein. Damit haben Sie seinen Schlafplatz schon einmal positiv verknüpft.

  4. Bitte schimpfen Sie nicht mit ihm, wenn er ein unerwünschtes Verhalten zeigt, indem Sie laut NEIN, AUS oder PFUI rufen. Damit würden Sie ihn nur unnötig verschrecken. Lenken Sie ihn lieber von der unerwünschten Verhaltensweise ab.

  5. Machen Sie am Anfang nur ganz kurze Spaziergänge von ca. 15 Minuten mit ihm. Drei bis 4 mal täglich wäre ideal. Bei längeren Spaziergängen würde er sicherlich, bei den vielen neuen Eindrücken, unter Stress stehen.

  6. Wenn Sie es noch nicht bereits getan haben, suchen Sie jetzt eine geeignete Hundeschule für ihn aus.

Foto © Studio Ulla Bergob
Podenca Mata - Foto © Studio Ulla Bergob

Haben Sie den Ausspruch auch schon einmal gehört einen Hund aus dem Süden kann man nicht erziehen".

Diesen Ausspruch können Sie ganz getrost aus Ihrem Gedächtnis streichen!

Auch Hunde aus dem Süden sind sehr gelehrig, wenn man sie mit positiver Bestärkung und leiser, ruhiger Stimme erzieht. Was unserer Meinung nach auch für alle anderen Hunde gelten sollte. Positive Bestärkung heißt, mit Futter-/Spielbelohnung ohne Strafen z.B. Schreien, Leinenruck, Nackenschütteln etc., erziehen.

Suchen Sie sich eine Hundeschule die nach diesen Prinzipien arbeitet.

Lehnen Sie bitte die Erziehung mit Disk-Scheiben (Klapperscheiben), Sprühhalsbändern oder schlimmerem (Teletakt) ab. Mit diesen angsteinflössenden und schmerzhaften Methoden werden Sie das Vertrauen Ihres Hundes verlieren oder können es erst gar nicht aufbauen.

Sorgen Sie dafür, dass das Training nicht nur auf einem Hundeplatz stattfindet, denn erst im freien Gelände können die Probleme des unerwünschten Jagdverhaltens (bei Hunden aus dem Süden sehr häufig) auftreten.

Foto © Studio Ulla Bergob
Podenca Mata - Foto © Studio Ulla Bergob


Wenn Sie dann noch Ihren "Südländer" mit Nasenarbeit (Schnüffelspiele, Fährten) oder dem zum Denken anregenden Clickertraining auslasten, werden Sie und Ihr Hund ein verständnisvolles und harmonisches Team.

Hier können Sie geeignete Trainer finden: Pet Dog Trainers of Europe

Trainer die bei den Mitgliedern der Pet Dog Trainers of Europe eine Ausbildung absolviert haben, Verfügen über ein fundiertes Wissen rund um den Hund und haben mit einer Prüfung die 15-monatige Ausbildung abgeschlossen. Rufen Sie bitte bei den Mitgliedern aus Deutschland an und erkundigen sich nach Trainern/Innen die in Ihrer Nähe ansässig sind. manche Trainer absolvieren aber auch die Ausbildung in Österreich. Falls Sie dort nicht fündig werden sollten, melden Sie sich unter info@tierischmenschlich.info

Foto © Studio Ulla Bergob
Ulrike Lahme mit Schnüffelnase Mata - Foto © Studio Ulla Bergob

 

Ernährung

Hunde aus dem Ausland vertragen nicht jedes Futter.

Wer sich dazu entscheidet, einem herrenlosen Hund aus dem Ausland ein neues Zuhause zu schenken, sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Eingewöhnungsphase viel Zeit und Kraft im Anspruch nimmt. Selbst wenn man sich für einen Welpen entscheidet, gilt es einige Dinge im Vorfeld zu beachten. Ein besonders wichtiger Punkt ist dabei die richtige Ernährung.

Die meisten Straßenhunde ernähren sich von Lebensmittelresten und Abfall, wenn sie nicht gerade von Menschen gefüttert werden – das gilt für ausgewachsene Tiere genauso wie für Welpen. Deshalb schlägt ihnen in Deutschland meistens auch das Hundefutter in der Anfangszeit auf den Magen, selbst wenn es noch so hochwertig ist. Für die Jungtiere kann das besonders gefährlich werden, wenn sie unter starkem Durchfall erkranken. Deshalb sollte man ihnen im jeden Fall nur Welpenfutter verabreichen, das sehr bekömmlich ist. Wollen Sie noch mehr zu dem Thema erfahren?
Dann geht’s hier zur Website von DAS FUTTERHAUS – dort finden Sie weiterführende Informationen zur artgerechten Ernährung von Junghunden.

Wie gewöhnt man Welpen an das neue Futter?

Die Futterumstellung sollte sich über einen Zeitraum von zwei Wochen erstrecken, damit sich der Magen des kleinen Welpen an das neue Futter langsam gewöhnen kann. In der ersten Zeit sollte er weiterhin das Futter bekommen, das ihm zuletzt in der Auffangstation im Ausland verabreicht wurde – allerdings mischt man dem alten Futter bereits ein Drittel des neuen Futters unter. Nach einer Woche gibt man eine ganze Hälfte dazu und nach zwei Wochen bekommt der Welpe nur noch das neue Futter. Durch die langsame Umstellung verhindert man, dass der Welpe unter Bauchkrämpfen und Durchfall leidet.

Sollte der Hund dennoch Magen-Darm-Beschwerden haben, helfen diese Tipps:

  • Der Hund sollte in jedem Fall immer genug Wasser bekommen, damit er sein Flüssigkeitsdefizit – ausgelöst durch den Durchfall – ausgleichen kann.

  • Damit der Stuhl des Welpen wieder fester wird, kann man dem Futter Milchprodukte (u.a. Magerquark, Naturjoghurt oder Hüttenkäse) beimischen.

  • Kamillentee wirkt besonders gut bei Magen-Darm-Beschwerden, allerdings bekommt er Welpen nur, wenn er nicht länger als zwei Minuten durchzieht und zur Hälfte mit Wasser vermengt wird.

 
Bild: © istock.com/mantosh

 

Sie sind auf der Suche nach einer guten Hundeschule ?

Bevor es losgeht

Wichtig ist, dass Sie sich und Ihren Hund gut aufgehoben fühlen, dass man sich Zeit nimmt für ein erstes Gespräch, nachfragt und zuhört, sich für eventuelle Probleme interessiert, ebenso aber auch für die Vorgeschichte des Hundes, die ja entscheidend zu seinem jetzigen Verhalten beiträgt.

Freut man sich, wenn Sie vor Trainingsbeginn bzw. bevor Sie sich festlegen zum Zuschauen kommen ? Können Sie einzelne Stunden buchen oder wird ein ‚Gesamtpaket’ angeboten.

Hundetrainer

08/15 Erziehungskurse, alle machen das Gleiche... Sitz, Platz, im Kreis gehen, Sitz, Platz - und das eine Stunde lang - sind sicher keine wesentliche Bereicherung für Sie und Ihren Hund. Grunderziehung muss sein, aber diese sollte individuell abgestimmt sein auf die Bedürfnisse und Veranlagungen des Tieres. Ein sensibler Podenco wird wenig Freude am Training im Winter haben und wenn er im Schnee das ‘Sitz’ verweigert ist das kein Trotz oder mangelnder Gehorsam. Ein Trainer der dafür kein Verständnis zeigt sondern darauf besteht sein Programm durchzuziehen, sollte dies tun, aber ohne Sie und Ihren Hund.

Zwangsmassnahmen sollten Sie rigoros ablehnen. Erziehungshalsbänder, Stachelhalsbänder, Würgehalsbänder, Elektroreizgeräte und ähnliches sollten auch in Ausnahmefällen nicht zum Einsatz kommen. Wer diese nach eigener Aussage ‘in bestimmten Situationen oder Ausnahmesituationen’ einsetzt erklärt seine Kapitulation und Gewaltbereitschaft.

Eindruck vom Hundeplatz

Kasernenhofton, lautes Gebrüll und blinder Gehorsam sollte Ihnen ein Anlass sein um der Hundeschule den Rücken zu kehren ....

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Dieser Auszug wurde uns mit der freundlichen Genehmigung von Frau Gabriele Sauerland zu Verfügung gestellt! Naturheilpraxis für Tiere: www.communicanis.de

 

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Frau Gabriele Sauerland

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